Noch ein paar Bilder bei Erwartungen, Autobahn… eingestellt. Have fun!
Abhaengen in Wadi Halfa
Unser guter bezahlter Geist uebernahm des morgens den ganzen Papierkram am Zoll. Wir brachten die Zeit mit… Als wir dann die Cargofaehre befuhren, welche Ueberraschung: Die Mopeds unserer suedafrikanischen Freunde stehen darauf! Das bedeutet aber auch, die sind in Assuan und warten seit einer Woche auf ihre Maschinen. Was fuer ein Drama.
Wir hoerten spaeter, das sei durchaus normal. Wenn es dumm laeuft, dann faehrt die auch mal 3 Wochen nicht!! Insofern hatten wir unverschaemtes Glueck.
Ansonsten: Abhaengen, Zeit tot schlagen, Urlaub machen. Und ein paar waermende Klamotten kaufen. Trainingshose und Sweater fuer je 3,50 Euro. Wenn ich die anziehe, dazu mein sudanesischer Meisterhaarschnitt, das ganze abgerundet mit Badelatschen… Nein, davon gibt es kein Bild, das ueberlasse ich eurer Fantasie!
PS: SMSe kommen quasi nie in Deutschland an.
Erwartungen, Autobahn, Mondlandschaft und ein Quaentchen Glueck
Oh je, wird das jetzt kalt. Wir frieren schon des Nachts im Raum, und erst mal im beim fahren auf dem Motorrad. Schon nach 50km konnte Rolf seine Finger nicht mehr spueren. Die Erwartung an die Fahrt heute: Bummelfahrt durch die Orte am Nil, hier einen Kaffee, dort einen Tee. Nach 300km einen Schauplatz suchen, um am Folgetag in Wadi Halfa einzulaufen. Die Realitaet: Eine neu gebaute Strasse, nichts, aber auch gar nichts darauf los. Die Strasse fuehrt z.T. in weitem Bogen um die Orte, dafuer aber durch eine unglaublich schoene Mondlandschaft. Wueste soweit das Auge reicht, teilweise ohne jeglichen Bewuchs. Irgendwann kam ein Lager, erst sichtbar durch die Staubentwicklung, wir trauten uns nicht einmal es zu fotografieren. Nachdem spaeter kleinere solche kamen, ging ich in eines rein. Es waren Schuerfer die Quecksilber wuschen.
Als wir zur Mittagszeit in Wadi Halfa ankamen suchten wir ein Zimmer, nur ein Hotel konnte einigermassen dem Begriff gerecht werden: Das Kilopatra (kein Schreibfehler). Dort erkundigen wir uns nach der Faehre und ruckzuck hatten wir einen Schlepper der alles fuer uns uebernahm, und das fuer akzeptables Geld (er macht seine Sache sehr gut!) Das Glueck: Morgen frueh geht die Cargofaehre, es ergibt sich damit fuer uns keine Verzoegerung. Waeren wir erst wie geplant angekommen, waere sie weg gewesen.
Abends gab es guten fritierten Fisch. Leider ausser Brot nichts dazu. Mit Beilagen sind Sie hier etwas ideenlos.
Ein paar generelle Eindrücke zum Sudan
* von Süden nach Norden hin nimmt die Vegetation stetig ab, bis sie bei Khartoum in reine Wüste übergeht.
* Linear dazu verändert sich die Landwirtschaft. Im Süden gab es viel Kornanbau, Rinderzucht, später wurden daraus Schafe und Ziegen, danach Kamele. Dann NICHTS.
* Der Nil ist mächtig. Er fliesst relativ gemächlich, man sieht wenig Menschen darauf. Als Transportweg scheint er somit nicht (mehr) zu taugen.
* Der Grüngürtel ist weit weniger breit als ich dachte. Er variiert zwischen 20m und 100m, in Ausnahmen ist er 1km breit.
* Das Land ist ein kontrollierter Polizeistaat. Wir machen hier keine Bewegung die nicht in dicken, riesigen Büchern festgehalten wird. So müssen wir uns in jedem Ort erst bei der Security Police anmelden. An jeder relevanten Kreuzung steht Polizei. Unterwegs gibt es laufend Radarkontrollen.
* Während die Menschen denen wir begegnen freundlich neugierig sind, benehmen sich Polizisten und Staatsbedienstete oft herablassend. Unangenehm. Tourismus ist hier definitiv unerwünscht.
* Wir fühlen uns und unser Hab und Gut hier immer sicher aufgehoben. Auch beim nächtlichen Rückweg vom Essen durch kleine Gassen. Das ist sehr, sehr angenehm!
* Es gibt hier jede Menge Individualverkehr. Sei es durch Mopeds (überwiegend Suzuki) oder durch PKW.
* Der öffentliche Verkehr ist schön durch TukTuk, Taxi, Sammeltaxi und Überlandbusse geregelt. Die letzteren fast nur neue, topmoderne Yuton.
* Wenn Frauen reisen, dann hübsch herausgeputzt mit guter Kleidung, Schmuck, mit Henna bemalten Fingern, Händen, Armen, Füßen.
* Das Straßennetz ist bestens ausgebaut. Selbst die Strecke Atbara – Merowe, Karima – Dongola, alles bestens geteert und mit Nilbrücken!
* Das Essen ist nicht ganz einfach für uns. Zum einen mögen oder vertragen wir nicht alles, zum anderen bekommen wir nicht immer was wir wollen. Ich frage zwar nach den Namen von Speisen, doch wenn ich die dann bestellen bekomme ich entweder Schulterzucken oder etwas anderes. Da muss ich noch besser werden.
* die Menschen sind SEHR reinlich. Haende werden vor dem Essen gewaschen, nach dem Essen, Zaehne ausgiebig geputzt, die Fuesse bei allen moeglichen Gelegenheiten.
* Gemüse ist oft erstaunlich schlecht. Die Tomaten sind zu grün, zu hart, die Gurken zu trocken und geschmacklos. Obst dafür ist sehr lecker. Es gibt sehr gute kleine Bananen, Orangen, Grapefruit.
Zeit. Strecke. Ein vermisster Strickpullover.
Die Tage sind gerade geprägt von Zeit. Derer haben wir mehr als genug, denn die Fähre in Wadi Halfa geht erst am Mittwoch. Also schlugen wir Zeit tot in Karima und Merowe, bummelten an den Nil, besuchten die Pyramiden, kurz gesagt, wir machten Erholungsurlaub.
Gestern machten wir uns auf nach Dongola. Nicht lange und es kam der obligatorische Polizeiposten (eine Barriere und ein Beduinenzelt). Der Bub wollte irgend etwas von uns, das wir definitiv nicht hatten. Aber was soll es. Blöd stellen klappt ganz gut, und es war so kalt, nach einer Weile klapperten ihm die Zähne er verlor die Lust zum diskutieren und wir fuhren weiter. Jedoch nicht lange. Gestern Abend gab es einen Kälteeinbruch mit Sturm aus dem Norden. Wir froren heute morgen unsäglich, wir mussten die Jacken auspacken, der harte KTM Treiber schmiss die Griffheizung an! Was kommt noch an Kälte? In Kairo hat es gerade unter 20 Grad Höchsttemperatur! Warum hat mir Mama in ihrer Fürsorge keinen warmen Pulli gestrickt? Ich glaube, ich muss hier noch was kaufen…. warmes Afrika, dass ich nicht lache!
Heute schlagen wir einen Tag in Dongola tot, es ist ganz nett hier, auch ein passendes Hotel ist am Platz (Olla Hotel). Morgen geht es wieder auf die Piste. Am Dienstag Mittag wollen wir in Wadi Halfa sein – um Zeit zu haben, zu verstehen, was wie funktioniert. Schließlich gilt es nebenbei die Motorräder auszuführen und eine Fähre zu buchen.


Blogupdates geladen
Einige Updates geladen, Bilder bis zurueck nach Bahir Dar eingestellt. Viel Spass!
Meroe, Bayuda Wüste, Merowe, Karima
Der heutige Ritt war mal wieder von unglaublicher Hitze geprägt. Was nervt sind die dauernden Kontrollen durch die Polizei, die uns in etwa jeder zweiten Kontrolle herauszieht, zweimal “übersahen” wir Sie und fuhren durch…
Rolf bekam heute wieder ein Speed Ticket, diesmal bezahlte er einfach nicht mehr als 20 SPD (CA. 3 Euro). Angeblich hätten wir auf offener Strecke mit dem Moped nur 60 fahren dürfen, warum? Das sei im Land Gesetz – wir glauben eher an Willkür!
Zum Glück gibt es zwischenzeitlich bei Ed Damer eine Brücke über den Nil, und eine geteerte Straße durch die Bayuda Wüste nach Merowe. Nicht auszudenken, wie das früher auf der Piste bei der Hitze war!
Eine nette Begegnung hatten wir mit einem Konvoi von 7 Toyota Hilux die wie wir zur Kasse gebeten worden waren. Wir überholten uns auf der Strecke mehrmals und verbrachten die größte Hitze zusammen in einem Kaffee – und waren uns gegenseitig eine nette Attraktion.
In jedem Fall kamen wir völlig platt in Karima an, wo wir ein akzeptables Hotel antrafen. Der Ort ist eher ein Kaff, jedoch eines mit einem süßen Charme.
Mal sehen, was wir später hier zum essen auftreiben.
Khartoum – Musawwarat – Meroe
Um 6:30 abfahrbereit, auf ging es zur Nilbrücke wo der Weisse und der Blaue Nil zusammenfliessen. Die Wassermassen sind schon eindrucksvoll, gerade hier, wo es sonst fast kein Wasser gibt. Was wir zwischenzeitlich beachten müssen, ist wie weit wir bereits wieder im Norden sind. War Mombasa noch auf dem 4. Breitengrad südlich, sind wir zwischenzeitlich auf dem 16. Nördlich, und entsprechend kürzer werden auch die Tage. Sonnenaufgang ist erst so gegen 7 Uhr.
Auf der Straße nach Norden werden wir heute unentwegt kontrolliert, mit rauhem Ton wird der S’Port verlangt, den wir auch irgendwann herausrücken. Fast schon spaßig war das Speed Ticket das wir erhielten. Irgendwann kam einer angerűckt der Englisch sprach und uns erklärte, dass im Sudan eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h für Zweiräder gelte, und wir mit 78 (ich) und 84 (Rolf – ja ja!) unterwegs gewesen seien, alles unterlegt mit Bildern, und wir damit 100 SPD abdrücken müssen ( ca18 Euro), die Polizeimasche von Rolf half mal gar nichts…
Die Tempel von Musawwarat, man muss Sie gesehen haben, weil es sonst nicht viel anderes hier zu sehen gibt… selbst den Eintritt verhandelten wir auf 50%…
Am späten Nachmittag kamen wir am unserem eigentlichen Tagesziel an, den Pyramiden von Meroe. Boah, sind die toll! Nach etwas Verhandlung dürften wir mit den Motorrädern rein und unser Zelt am Fuße der Pyramiden aufschlagen, wo wir bald auch völlig alleine waren und eine tolle sternenklare Nacht erlebten.
Finden wir sie – oder Sie uns?
Zugegeben, wenn es um Biertrinkstationen oder verstecktem Alkoholverkauf geht, bin ich wie ein Trüffelschwein. Lass mich von der Leine, und irgendwann stehen wir davor!
Neu ist allerdings dass wir zielsicher in nette Lokale gehen, wo plötzlich nette Damen den Blickkontakt suchen um sich dann im Rhythmus der Musik leicht zu wiegen. OK, wir wären hier schon eine gute Partie, aber ehrlich: Verschwitzte Klamotten, verfilzte Haare, so ausgeprägt ist mein Selbstbewusstsein nicht… wir also gestern einmal mehr den geordneten Rückzug aus dem Lokal angetreten.
Und so was hier, im Sudan, die Scharia als Gesetz, ich bin entrüstet!
Khartoum Aliens Registration – an adventure on its own
Whatever coordinates you have, forget them, they aren’t valid…. the registration has moved a little outside of the city. We were sent from location to the next, the 4th was the right one… That took us already 3 hours.
Dated February 14, 2012 the aliens registration is located at:
15°33’32,042″N
32°32’10,611″E
Crossing Sahara Straße, Street 61 a little to the south.
Have on hand:
1. Your passport
2. A copy of your passport and the visa
3. A sponsorship letter of your hotel
4. Two passport pictures
What to do:
1) walk into left building
2) check in at counter 8
3) Pay stamp 10 SPD at counter 2 left
4) back to counter 8
5) Wait.
6) Back one counter left. Pay 166,50 SPD per passport.
7) Hand over all to the 10 SPD counter (now one left)
wait, wait, wait, wait.
The process, as we were Ibm the right building, took us 4.5 hours. Others were here already for the second day! So consider to spend some money and buy it as a service.
To simplify, show this Arabic letter to the taxi driver, he will get you to the blue building. Should cost you around 15- 20 SPD.














